Bitcoin-Preis sinkt unter 88.000 €

Risiko‑Anstieg, regulatorische Schläge und neue Anlagemöglichkeiten

Bitcoin-Preis sinkt unter 88.000 €

Einführung

Der erste Handelstag des Dezembers startete für die Finanzwelt mit einer Mischung aus Unsicherheit und Chance. Während der US‑Futures kurz nach den Fed‑Prognosen leicht fielen, zeigte der Bitcoin‑Markt einen deutlichen Rückgang, der auf eine verstärkte Liquidation von Long‑Positionen zurückzuführen ist. Die Marktteilnehmer befinden sich auf der Suche nach stabileren Vermögenswerten, doch regulatorische Entscheidungen, insbesondere aus China, setzen die Richtung erneut in Bewegung.

Marktgeschehen – Preisbewegungen und Liquidationen

Der Bitcoin‑Preis sank unter die 88.000‑Euro‑Marke, nachdem er in den asiatischen Märkten mehr als 4 % nach unten gerutscht war. Gleichzeitig wurden über 200 Millionen USD an Long‑Positionen liquidiert – ein Signal für eine starke Risiko‑Aversion. In der gleichen Woche fielen auch Ethereum, XRP und Dogecoin, wobei die meisten Altcoins eine ähnliche Volatilität aufwiesen. Die Liquidationshöhe spiegelt nicht nur die Hebelwirkung auf Plattformen wie Binance, Hyperliquid und Bybit wider, sondern auch die allgemeine Nervosität der Trader.

Die Aktienmärkte verfolgten ein ähnliches Bild. Der Dow, der S&P 500 und der Nasdaq Futures zeigten leichte Rückgänge, während der Nikkei 225 in einem Abwärts‑Trend mit rund 2 % blieb. Diese Parallelen zwischen traditionellen und Kryptowährungen verdeutlichen, dass risk‑off‑Sentiment einen breiten Marktspiegel erzeugt.

Regulatorische Entwicklungen – China und Stablecoins

China bleibt ein entscheidender Akteur im globalen Kryptomarkt. Die Zentralbank des Landes bekräftigte erneut, dass virtuelle Währungen illegal sind und Stablecoins nicht den KYC‑ und Anti‑Money‑Laundering‑Regeln entsprechen. Diese Position könnte zu strengeren Überwachungspflichten für internationale Stablecoins wie USDT und USDC führen, was wiederum Auswirkungen auf den weltweiten Stablecoin‑Handel hat.

Zudem hat die chinesische Regierung angekündigt, stabile Währungen als illegal zu klassifizieren. Parallel dazu hat die südeuropäische Krypto‑Währungsplattform Ripple vor einer möglichen Insolvenz von Tether gewarnt, nachdem die Asset‑Bilanzen knapp auf dem Niveau der Verbindlichkeiten lagen.

Projekte und neue Anlagemöglichkeiten

Ripple und Tether:

  • Ripple hat in den letzten Tagen mehrere ETFs für XRP angekündigt, die eine höhere institutionelle Akzeptanz versprechen. Canary Capital behauptet sogar, sein XRP‑ETF die Summe aller anderen XRP‑ETFs übertreffen zu können.

Truther’s Visa‑Card in El Salvador:

  • Die Firma Truther plant die Einführung einer Visa‑Karte, die USDT direkt aus dem Wallet abwickelt. Dieser Schritt könnte die Liquiditätsanforderungen für Stablecoin‑Transaktionen senken und neue Zahlungswege für den südamerikanischen Markt eröffnen.

Grayscale‑Dogecoin‑ETF:

  • Trotz der geringen Inflows bleibt das Interesse an DOGE‑ETFs bestehen, wobei Grayscale und Bitwise nur 2,16 Millionen USD in den ersten Wochen erhalten haben. Dennoch zeigt die Nachfrage nach neuen ETF‑Produkten eine wachsende Institutionalisierung.

Trends – KI, DeFi‑Incidents und Marktstimmung

Ein weiteres wichtiges Ereignis war der Yearn Incident: Der DeFi‑Plattform Yearn wurde eine Unterbrechung in seinem yETH‑Pool gemeldet, was einen temporären Verkauf von ETH‑Derivaten auslöste. Gleichzeitig haben Plattformen wie Bitget sechs AI‑Trading‑Avatare eingeführt, die es Tradern ermöglichen, vordefinierte Strategien zu kopieren.

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Krypto‑Analyse hat die Volatilität in den US‑Aktienmärkten weiter erhöht, wobei der Fed‑Entscheidungsprozess im Vordergrund steht. Experten prognostizieren, dass ein möglicher Zinsschnitt in Dezemberschnell auf den Bitcoin-Markt zurückfallen könnte.

Starte jetzt selbst ins Krypto-Investing mit Bitvavo – einer der größten und günstigsten Handelsplattformen Europas.
Sichere dir über unseren Partner-Link einen Bonus für deine ersten Trades:

Ausblick – Was bedeutet das für Anleger?

Die aktuelle Lage deutet darauf hin, dass der Bitcoin‑Preis in den kommenden Wochen noch unter den 90.000‑Euro‑Schnitt fallen könnte, bevor sich die Unterstützung bei 86.500 € wiederfindet. Liquidationen deuten auf ein steigendes Risiko‑Aversion hin, aber gleichzeitig bieten die neuen ETF‑Entwicklungen – sowohl für Ripple als auch für den europäischen BTC‑ETF-Markt – Chancen für eine breitere Investorenbasis. Für aktive Trader bedeutet dies, dass die Hebelwirkung auf zentralisierte Börsen vorsichtig genutzt werden sollte.

Insgesamt bleibt die Marktstimmung risk‑off, jedoch zeigt die jüngste regulatorische Politik, insbesondere Chinas klare Ablehnung von virtuellen Währungen, dass ein streng reguliertes Umfeld die Zukunft der Kryptowährungen in China stark beeinflussen könnte.

Quellen

  • Bitcoin Liquidationen: CoinDesk, 1. Dez. 2025
  • China Regulierung: Reuters, 31. Nov. 2025
  • Ripple ETF: CoinDesk, 2. Dez. 2025
  • Truther Visa‑Card: CoinDesk, 30. Nov. 2025
  • Bitvavo Partner‑Link: Bitvavo, 2. Dez. 2025